BEZ - Berliner Energie Zentrum

zurück 04.08.15 - News

Die ErP-Richtlinie kommt.

Was für Waschmaschinen, Kühlschränke und Glühlampen schon seit langem gilt, ist ab 26. September 2015 auch für Heizungsanlagen Pflicht: Die Kennzeichnung mit Produktlabeln gemäß der Energy related Products- (ErP) oder Öko-Design-Richtlinie. Fachhandwerksbetriebe, die Heizungen verkaufen, sind ab diesem Stichtag dazu verpflichtet, mit dem Angebot ein Datenblatt und ein Energieeffizienz-Etikett zu versenden, das Kunden über die Energieeffizienz der gewünschten Anlage aufklärt. Wie das im Einzelnen funktioniert, haben wir für Sie recherchiert.

Ab September ist das installierende SHK-Handwerk dazu verpflichtet, Kunden bereits mit dem ersten Angebot sämtliche Informationen zur Energieeffizienz zur Verfügung zu stellen – und zwar in Form eines ausgedruckten Energielabels und eines ausführlichen Produktdatenblattes. Verstöße können sogar kostenpflichtig geahndet werden. Da der Fachhandwerker dem Endkunden gegenüber rechtlich in der Pflicht ist, darf er Kunden in Zukunft natürlich nur noch Produkte anbieten, die der ErP-Richtlinie entsprechen.

Da Sie in der Regel bei der Angebotserstellung noch keinen Zugriff auf die den Produkten beiliegenden Unterlagen und Informationen haben, müssen Ihnen die Hersteller die benötigten Daten bereitstellen. Beim Verkauf von Einzelkomponenten gestaltet sich die Sache einfach: Sie reichen lediglich das vom Hersteller erstellte Energielabel mit Ihrem Angebot an den Kunden weiter. Schwieriger wird es bei Verbundanlagen wie z.B. einer Kombination von Brennwertkessel und Solarthermie-Anlage. Hier genügt es nicht, die Einzelkomponenten zu etikettieren, sondern Fachhandwerker müssen ein Verbundanlagen-Label erstellen.

Einzelkomponenten und Verbundanlagen.

Während Sie beim Einbau von Einzelgeräten mit den Daten des Herstellers schnell und einfach ein Produktlabel erstellen können, müssen Sie bei Verbundanlagen selbst aktiv werden. Jedenfalls wenn diese aus Komponenten mehrerer Hersteller besteht.

Planen Sie eine Verbundanlage aus Geräten verschiedener Hersteller, benötigen Sie folgende Dokumente, um das Energielabel und das Zusätzliche Datenblatt korrekt ausfüllen zu können: Produktdatenblatt und Label des ausgewählten Gerätes, Blanko-Version des Zusätzlichen Datenblattes, Blanko-Version des Energieeffizienz-Etikettes für die Verbundanlage sowie die Datenblätter der zusätzlichen Komponenten (Solareinrichtung und /oder Regelungstechnik). Theoretisch müssten Sie nun die Daten aus den Produktdatenblättern der Geräte in das Zusätzliche Datenblatt übertragen und das Ergebnis anschließend in das blanko Energieeffizienzlabel der Verbundanlage eintragen. Dieses Vorgehen ist für Fachhandwerker natürlich mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden. In Handarbeit würde es die zeitlichen Ressourcen eines jeden Fachhandwerkbetriebes sprengen.

Für Fachhandwerker stellt Bergmann & Franz ab 26.09.2015 eine IT-Lösung über den Onlineshop zur Verfügung, mit deren Hilfe die Labels mit wenigen Klicks schnell und unkompliziert zusammengestellt werden können.