BEZ - Berliner Energie Zentrum

zurück 20.10.11 - News

LED-Beleuchtung als Baukastenprinzip

Wieviel Licht braucht meine Stube?

Wer nun seine 60 Watt Glühlampe mit einer adäquaten LED-Lampe austauschen will, macht den ersten Schritt zu einer umweltfreundlichen, energieeffizienten Beleuchtung in den eigenen vier Wänden.
Bringt die LED-Lampe genügend Licht oder bestätigt sie das Vorurteil, dass LEDs noch zu schwach als Wohnraumleuchte sind? Eine LED-Lampe macht noch keine LED-Wohnraumbeleuchtung, doch sie hilft bereits beim Sparen. Eine wichtige Frage ist die der ausreichenden Helligkeit. Wichtig ist immer, welche Lampe nutzten Sie vorher und wo hing die Lampe? Wenn Sie beispielsweise bisher einen Deckenstrahler mit 250 Watt zentral im Wohnzimmer nutzten, dann können Sie nicht erwarten, dass ein LED-Deckenstrahler mit 600 Lumen ausreichend ist.

Wieviel Licht braucht meine Stube?
Viele Wohnungen sind heute mit 9.000 Lumen extrem überbelichtet. Die Meinung von Beleuchtungsexperten, was ausreichend wäre, ist derzeit noch sehr unterschiedlich.
Die Empfehlungen bewegen sich zwischen 2.000 und 4.000 Lumen für ein Wohnzimmer mit ca. 20m². Das ist zurückzuführen auf eigene Erfahrungen, Vorlieben und darauf, wie beleuchtet wird. Zudem sind die neuen Masseinheiten wie Lumen oder Lux neu und erfordern ein Ausprobieren in der Praxis.

Was bedeuten 2.000 - 4.000 Lumen für einen Wohnraum?
Ergeben Ihre Lichtquelle oder besser ihre Lichtquellen einen Wert von 2.000 - 4.000 Lumen für einen Wohnraum, dann ist er ausreichend ausgeleuchtet, nach allgemeinen Werten.
Sie erreichen das, indem Sie beispielsweise drei oder mehr LED-Spots mit ca. 400 lm für die Grundbeleuchtung nutzen, LED-Einbaulampen mit einer Lichtstärke von 600 lm oder LED-Lampen mit E27 Sockel, mit einer Lichtstärke zwischen 300 und 600 lm.

LED - alles macht Licht
Damit sorgen Sie für die Grundbeleuchtung. Hinzu kommen LED-Leuchten entsprechend der eigenen Bedürfnisse. Vielleicht möchten Sie indirektes Licht aus Möbeln, eine Fernsehleuchte, eine Leselampe am Sofa, eine Tischbeleuchtung für den Esstisch oder eine LED-Leiste für die Arbeitsfläche in der Küche. All diese Werte werden zusammenaddiert. Bei einem Wert zwischen 2.000 und 4.000 lm haben sie die allgemeinen Werte erreicht, die für Wohnräume ausreichend sind. Die Lichtstärke kann unterschiedlich ausfallen, da der Abstrahlwinkel wie auch die Entfernung der Lichtquelle einen Einfluss auf die Helligkeit haben. Damit käme ein weiterer Wert ins Spiel: Lux. Lux ist das Mass, mit dem die Lichtstärke gemessen wird, die auf der Empfängerfläche auftrifft. Möchten Sie einen Esstisch beleuchten, dann interessiert Sie, wie gut der Esstisch ausgeleuchtet ist und weniger, wie stark die Leuchte ist.

LED als Baukastenprinzip
Ganz so einfach, die Lumen der einzelnen LED-Lampen zu addieren, ist es also nicht. Doch Konsumenten bekommen eine Idee, was es mit Lumen und Lux auf sich hat und wie dennoch ohne grosses Wissen auf LED-Lampen umgestellt werden kann. Dennoch sollten Sie bei Kauf und bei der Umstellung auf den Rat von Beleuchtungsexperten nicht verzichten, vor allem bei grösseren Umstellungen auf LED-Beleuchtung.

Fazit: Licht ist "Geschmacksache" und wird von jedem einzelnen verschieden empfunden. Alle technischen Angaben sind Richtwerte.

Mehr zu dem Thema "Effiziente Beleuchtung" finden Sie hier. Fragen beantworten wir Ihnen auch gerne persönlich im BEZ.