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zurück 30.12.13 - News

Studie zu Energie-Importen: Heizkosten seit zwei Jahren auf Rekordniveau

Heizen ist für viele Verbraucher in Deutschland so teuer wie nie zuvor - und wird noch teurer: Die Kosten für Wärme steigen einer Studie im Auftrag der Grünen zufolge in den kommenden Jahren weiter stark.

Heizöl-Lieferung: Allein im ersten Quartal 2013 Mehrkosten von rund 60 Euro

Hamburg - Die Kosten für Ökostrom im Rahmen der Energiewende beherrschen die politische Agenda - dabei stellt für viele Verbraucher die Verteuerung fossiler Brennstoffe die weit größere Belastung dar: Die Heizkosten in Deutschland sind seit 2012 auf Rekordniveau. Laut einer Kurzstudie des Energieexperten Steffen Bukold im Auftrag der Grünen, die SPIEGEL ONLINE vorliegt, sorgt die einseitige Ausrichtung der Energieversorgung auf Öl und Gas dafür, "dass 2012 und 2013 zu den teuersten Heizjahren der Geschichte wurden".

 Heizen wird teurer

Jeder Bundesbürger wird demnach in diesem Jahr rechnerisch 1135 Euro für den Import fossiler Energien ausgeben - nur 34 Euro weniger als im Rekordjahr 2012. Im Jahr 2008 lag dieser Wert noch bei 662 Euro.

Doch während Autofahrer derzeit eine leichte Entspannung beim Benzinpreis erleben, muss für das Heizen von Wohnungen und Häusern in diesem Jahr wohl noch einmal deutlich mehr bezahlt werden. Die Studie verweist auf eine Prognose des Deutschen Mieterbunds, wonach die Heizkosten für eine 80-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich um mehr als zehn Prozent im Vergleich zu 2012 steigen werden. Hauptgrund für diese gegenläufige Entwicklung - steigende Heizkosten bei leicht fallenden Gas- und Ölimportkosten - dürfte der lange und kalte Winter 2012/2013 sein.

Bessere Dämmung und neue Heizungen

Insgesamt importiert Deutschland im laufenden Jahr der Studie zufolge unter dem Strich fossile Energien im Wert von 91 Milliarden Euro. 2012 lag diese Summe bei 94 Milliarden Euro. Und das Problem dürfte sich noch deutlich verschärfen. Für das Jahr 2020 prognostiziert Bukold einen Nettoimport an fossilen Energien in Höhe von 118 Milliarden Euro, für das Jahr 2030 von 173 Milliarden Euro.

"Die wirtschaftlichen Risiken sind enorm, die wir mit unserer Abhängigkeit von Erdöl, Gas und Kohle eingehen", warnte Julia Verlinden, energiepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion. Als Gegenmaßnahmen empfiehlt die Studie unter anderem eine bessere Wärmedämmung alter Wohngebäude, den Austausch betagter Ölheizungen gegen effizientere Anlagen und die Senkung des Benzinverbrauchs bei Autos.

Dieser Forderung schloss sich die Grünen-Abgeordnete Bärbel Höhn, seit neuestem Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses, an: "Die Autohersteller sollen endlich sparsamere Pkw bauen." Zudem müssten innovative Heizkonzepte in der Breite durchgesetzt werden.
(Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/heizkosten-2012-und-2013-heizoel-und-erdgas-so-teuer-wie-noch-nie-a-940910.html)

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